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Frühestens im Herbst 2010 wird in der Sporthalle Nusse wieder um Punkte gespielt: Die Rams pausieren für eine Saison im Ligabetrieb. Entsprechend des Plan B reisen die lauenburgischen Rollibasketballer nur noch zu Einladungsturnieren – erstmalig wohl schon Ende Mai ins niederländische Den Helder.
Damit endet eine Ära, in der die Nusser Rollis sich im Deutschen Rollstuhlsportverband (DRS) einen Namen machten. Der Dorfverein („Nusse – wo liegt denn das?“) avancierte zum Überflieger: Nach Gründung 1994 wurden sieben Meisterschaften und Aufstiege in nur neun Spielzeiten gefeiert. Zudem gewann das Team in den 90er Jahren drei Mal den Regionspokal und qualifizierte sich für die Hauptrunde des DRS-Pokalwettbewerbs. Ab 2001 spielten die Rollis des TSV Nusse kontinuierlich in der Bundesliga, seit 2005 unter dem Namen Nusse Rams.
Doch ebenso rasant wie der Aufstieg, war auch der Niedergang der rollenden Korbjäger: Bereits in der vorletzten Saison spielten die Rams gegen den Abstieg und sicherten den Klassenerhalt erst am vorletzten Spieltag. Die gerade beendete Spielzeit musste abgebrochen werden, nachdem Nusse zur Halbserie erst zwei von sieben Spielterminen hatte wahrnehmen können. Ein Grund war eine Vielzahl von nicht kompensierten Spielerabgängen, ein Zweiter die Überalterung des Teams und eine entsprechend hohe Verletztenquote in den letzten Monaten.
„Fakt ist, wir hätten schon Jahre zuvor mit der Nachwuchsarbeit beginnen müssen“, resümiert Abteilungsleiter Herbert Tietz. Zwischen den jetzigen Ligaspielern der Rams und dem Widder-Nachwuchs klafft eine Alterslücke von mindestens drei Jahren. „Daher zielt unsere kurz- und mittelfristige Planung darauf ab, diese Lücke zu schließen“, ergänzt Trainer Bernd Eickemeyer, der gerne schnellstmöglich wieder eine Mannschaft im Spielbetrieb haben möchte.
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